Verträge & RisikoContracts & Risk

Bunker-Mengenstreitigkeiten: Wie man sich vertraglich absichertBunker Quantity Disputes: Protecting Your Position by Contract

Von Joshua KantnerBy Joshua Kantner · September 2026 · OceanSphere Consulting

Ein Schiff bunkert nach Papier eine bestimmte Menge, die Bordmessung zeigt weniger. Die Differenz liegt oft im Bereich weniger Prozent – zu wenig, um offensichtlich zu sein, zu viel, um sie über Monate zu ignorieren. Wer diese Differenzen nicht systematisch verfolgt, zahlt sie am Ende ohne Gegenwehr.

Mengenstreitigkeiten bei Bunkerungen lassen sich nicht vollständig vermeiden, aber sie lassen sich so vorbereiten, dass ein Reeder im Streitfall belastbar argumentieren kann. Dieser Artikel ordnet Messmethoden, Dokumentationspflichten und den Eskalationsweg.

A vessel bunkers a stated quantity on paper; the ship's own measurement shows less. The gap often sits in the low single-digit percent range – too small to be obvious, too large to ignore month after month. Owners who do not track these gaps systematically end up paying them without pushback.

Quantity disputes at bunkering cannot be eliminated entirely, but they can be prepared for so an owner has a credible case when a dispute arises. This article sets out the measurement methods, documentation requirements and escalation path that matter.

Tankpeilung auf der Bunkerbarge und Mass Flow Meter im VergleichBarge tank sounding versus mass flow meters

Die klassische Methode zur Mengenermittlung ist die Tankpeilung auf der liefernden Barge vor und nach der Bunkerung, umgerechnet über Dichte und Temperatur in eine Gewichtsmenge. Das Verfahren ist etabliert, hängt aber von der Genauigkeit der Peilrohre, der korrekten Trimm- und Krängungslage der Barge während der Messung und von der Sorgfalt des Personals ab. Kleine Abweichungen bei jedem dieser Faktoren summieren sich, ohne dass eine Seite bewusst manipuliert.

Das Mass Flow Meter misst dagegen den tatsächlich durch den Bunkerschlauch fließenden Massenstrom direkt und ist grundsätzlich unabhängig von Trimm, Krängung oder Tankgeometrie. In vielen Häfen ist der Einsatz mittlerweile Standard oder wird von Lieferanten aktiv angeboten. Der Vorteil liegt in der direkten, kontinuierlichen Messung am Übergabepunkt, die Schaumbildung im Schlauch und andere Störgrößen in der Regel besser abbildet als eine reine Tankpeilung vor und nach der Übergabe.

Kein Verfahren ist fehlerfrei. Auch ein Mass Flow Meter muss kalibriert und regelmäßig geprüft sein, und seine Messwerte sind nur so belastbar wie die Dokumentation der Kalibrierung, die dem Schiff vorgelegt wird. Reeder, die auf Mass Flow Meter bestehen, sollten deshalb auch die Kalibrierungsnachweise einfordern, nicht nur den Messwert selbst.

The traditional method for determining bunker quantity is a tank sounding on the delivering barge before and after delivery, converted to a mass figure using density and temperature. The method is well established, but it depends on the accuracy of the sounding pipes, the barge's correct trim and heel during measurement, and the diligence of the personnel involved. Small errors in each of these factors add up without either side deliberately manipulating anything.

A mass flow meter, by contrast, measures the actual mass flow through the bunker hose directly and is largely independent of trim, heel or tank geometry. In many ports its use is now standard or actively offered by suppliers. The advantage lies in continuous measurement at the point of transfer, which typically captures foaming in the hose and other disturbances better than a sounding taken only before and after delivery.

No method is error-free. A mass flow meter must also be calibrated and checked regularly, and its readings are only as reliable as the calibration record presented to the ship. Owners who insist on mass flow meters should therefore also demand the calibration certificates, not just the reading itself.

Typische Ursachen für MengendifferenzenCommon causes of quantity discrepancies

Schaumbildung im Bunkerschlauch während der Übergabe ist eine der häufigsten Ursachen für Differenzen zwischen gemessener und tatsächlich übergebener Menge, weil Luftanteile im Volumenstrom eine höhere Menge vortäuschen können, als tatsächlich als Kraftstoff ankommt. Sie tritt vor allem bei hohen Pumpraten oder bei bestimmten Kraftstoffviskositäten auf und lässt sich durch angepasste Pumpraten und geeignete Entlüftung reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden.

Eine zweite häufige Ursache ist die unvollständige Entleerung des Bunkerschlauchs nach Abschluss der Übergabe. Verbleibt Kraftstoff im Schlauch, wird er in der Regel als an die Barge zurückgeführt gebucht, obwohl er physisch weder beim Lieferanten noch beim Schiff verbleibt – eine Grauzone, die im Vertrag ausdrücklich geregelt sein sollte, statt sie stillschweigend einer Seite zuzurechnen.

Weitere Ursachen liegen in Temperatur- und Dichteumrechnungen, die je nach verwendeter Tabelle oder Messgenauigkeit leicht unterschiedliche Ergebnisse liefern können, sowie in schlicht unpräzisen Peilungen, wenn Zeitdruck im Hafen die sorgfältige Durchführung erschwert. Keine dieser Ursachen deutet automatisch auf Vorsatz hin, aber jede sollte im Bunkerprotokoll erfasst werden, damit sie im Streitfall von tatsächlichem Fehlverhalten unterschieden werden kann.

Foaming in the bunker hose during transfer is one of the most common causes of a gap between measured and actually delivered quantity, because entrained air can make the volume flow appear larger than the fuel actually received. It occurs mainly at high pumping rates or with certain fuel viscosities and can be reduced, though not eliminated, through adjusted pumping rates and proper venting.

A second common cause is incomplete stripping of the bunker hose after delivery ends. Fuel left in the hose is usually recorded as returned to the barge even though it physically sits with neither the supplier nor the ship – a grey area that should be explicitly addressed in the contract rather than silently attributed to one side.

Further causes lie in temperature and density conversions, which can produce slightly different results depending on the table or measurement precision used, and in simple imprecision under time pressure in port. None of these causes automatically indicates intent, but each should be logged so it can be distinguished from actual misconduct if a dispute arises.

Vertragliche Regelung der bevorzugten MessmethodeContractually fixing the preferred measurement method

Ein Bunkerliefervertrag, der offenlässt, welche Messmethode im Streitfall maßgeblich ist, überlässt diese Entscheidung faktisch dem Lieferanten, da dieser in der Regel die Messung auf der Barge kontrolliert. Reeder mit systematischer Vertragssteuerung legen deshalb fest, welche Methode primär gilt – etwa Mass Flow Meter, wo verfügbar, sonst Tankpeilung nach einem definierten Verfahren – und wie bei Abweichungen zwischen beiden Methoden verfahren wird, wenn beide zum Einsatz kommen.

Wichtig ist auch die Festlegung einer Toleranzschwelle, unterhalb derer eine Differenz als messbedingt akzeptiert wird, und einer Schwelle, ab der eine förmliche Beanstandung ausgelöst wird. Ohne diese Schwellen wird jede kleine Differenz zur Ermessensfrage, was in der Praxis oft dazu führt, dass kleinere Differenzen gar nicht erst gemeldet werden, obwohl sie sich über viele Bunkerungen im Jahr summieren.

Die Klausel sollte außerdem regeln, wer im Streitfall die Kosten einer zusätzlichen unabhängigen Messung trägt. Eine übliche Lösung ist, dass die unterliegende Seite die Kosten trägt, was beide Parteien dazu anhält, nur bei begründetem Verdacht eine zusätzliche Messung zu verlangen.

A bunker supply contract that leaves open which measurement method governs in a dispute effectively hands that decision to the supplier, who typically controls the barge measurement. Owners with systematic contract management therefore fix which method takes precedence – mass flow metering where available, otherwise a tank sounding under a defined procedure – and how discrepancies between the two are handled when both are used.

Equally important is setting a tolerance threshold below which a discrepancy is accepted as measurement noise, and a threshold above which it triggers a formal claim. Without these thresholds, every small discrepancy becomes a matter of judgment, and in practice smaller gaps often simply go unreported, even though they add up across a year of bunkerings.

The clause should also specify who bears the cost of an additional independent measurement in a dispute. A common solution is that the losing party bears the cost, which discourages either side from demanding extra measurement without a reasonable basis.

Die Rolle unabhängiger Bunker SurveyorThe role of independent bunker surveyors

Ein unabhängiger Bunker Surveyor überwacht die Übergabe im Auftrag des Reeders, prüft Peilungen oder Mass-Flow-Meter-Werte, überwacht die Probenahme und dokumentiert den Ablauf aus neutraler Position. Sein Bericht hat im Streitfall deutlich mehr Gewicht als eine reine Eigendokumentation der Crew, weil er von keiner der Vertragsparteien abhängig ist.

Der Einsatz eines Surveyors lohnt sich nicht bei jeder Bunkerung gleichermaßen. Sinnvoll ist er vor allem bei großen Mengen, bei neuen oder wenig bekannten Lieferanten, in Häfen mit bekannt hoher Streitquote und immer dann, wenn frühere Bunkerungen bei diesem Lieferanten bereits auffällig waren. Eine Reederei, die den Einsatz systematisch nach diesen Kriterien steuert, statt ihn pauschal für alle oder keine Bunkerungen vorzusehen, nutzt das Budget dafür am wirksamsten.

Wichtig ist, dass der Surveyor-Bericht in dieselbe Dokumentationskette eingebettet wird wie Bunkerprotokoll und Retain Sample, mit Verweis auf dieselben Zeitstempel und Referenznummern. Ein isolierter Surveyor-Bericht, der sich nicht eindeutig einer bestimmten Bunkerung zuordnen lässt, verliert an Beweiswert.

An independent bunker surveyor oversees the transfer on the owner's behalf, checks soundings or mass flow readings, monitors sampling and documents the process from a neutral position. Their report carries considerably more weight in a dispute than the crew's own documentation alone, since the surveyor depends on neither contracting party.

Deploying a surveyor is not equally worthwhile for every bunkering. It makes sense for large quantities, for new or little-known suppliers, in ports with a known high rate of disputes, and whenever prior deliveries from a given supplier have already been questionable. An owner that deploys surveyors according to these criteria, rather than either for every bunkering or none, uses the budget most effectively.

It matters that the surveyor's report is embedded in the same documentation chain as the bunkering log and retain sample, referencing the same timestamps and reference numbers. An isolated surveyor report that cannot be clearly matched to a specific bunkering loses evidentiary value.

Dokumentation am Übergabezeitpunkt als entscheidender StreitpunktWhy documentation at the transfer point is the decisive dispute point

Der Übergabezeitpunkt – der Moment, in dem Verantwortung und Risiko für den Kraftstoff formal auf das Schiff übergehen – ist häufig selbst umstritten, weil er über die anzuwendende Messmethode und die Zurechnung von Verlusten während der Übergabe entscheidet. Eine klare vertragliche Definition dieses Zeitpunkts, etwa als Durchgang durch den Flansch am Manifold des Schiffs, verhindert spätere Auseinandersetzungen darüber, wessen Messung zählt.

An Bord sollte deshalb jede Bunkerung mit exakten Zeitstempeln für Beginn und Ende der Übergabe, für jede Unterbrechung und für den Abschluss der Schlauchentleerung dokumentiert werden. Diese Zeitstempel sollten mit den auf der Bunker Delivery Note vermerkten Zeiten abgeglichen werden, bevor die Note unterschrieben wird, nicht erst danach.

Abweichungen zwischen der eigenen Zeitdokumentation und der Note sollten vor der Unterschrift geklärt oder zumindest als Vorbehalt vermerkt werden. Eine Unterschrift ohne Vorbehalt wird im Streitfall oft als Bestätigung der auf der Note vermerkten Angaben gewertet, selbst wenn die Bordaufzeichnung etwas anderes zeigt.

The transfer point – the moment responsibility and risk for the fuel formally pass to the ship – is often itself disputed, because it determines which measurement method applies and how losses during transfer are attributed. A clear contractual definition of this point, for example as the moment fuel passes the flange at the ship's manifold, prevents later arguments over whose measurement counts.

On board, every bunkering should therefore be logged with precise timestamps for the start and end of transfer, any interruption, and completion of hose stripping. These timestamps should be checked against the times recorded on the bunker delivery note before it is signed, not afterwards.

Discrepancies between the ship's own time record and the note should be resolved before signing, or at minimum noted as a reservation. A signature without a reservation is often treated in a dispute as confirming the figures on the note, even if the ship's own log shows something different.

Umgang mit Differenzen zwischen Bunker Delivery Note und SchiffsmessungHandling discrepancies between the delivery note and the ship's own measurement

Zeigt die eigene Messung eine relevante Differenz zur Bunker Delivery Note, sollte diese Differenz noch vor der Unterschrift auf der Note vermerkt werden – als handschriftlicher Vorbehalt oder als Anlage, die von beiden Seiten gegengezeichnet wird. Eine unkommentierte Unterschrift schwächt die spätere Position erheblich, selbst wenn die Bordmessung objektiv korrekt war.

Nach der Bunkerung sollte die Differenz zusätzlich in einem separaten Protokoll dokumentiert werden, das die Berechnungsgrundlage der Bordmessung, die verwendeten Peiltabellen oder Mass-Flow-Werte und die konkrete Differenz in Prozent und absoluter Menge festhält. Dieses Protokoll bildet die Grundlage für eine spätere formelle Beanstandung gegenüber dem Lieferanten.

Wiederholen sich Differenzen bei einem bestimmten Lieferanten oder in einem bestimmten Hafen über mehrere Bunkerungen, sollte diese Häufung dokumentiert und in Verhandlungen über künftige Lieferverträge eingebracht werden. Ein einzelner Vorfall ist selten verhandlungsrelevant, ein systematisches Muster über mehrere Bunkerungen dagegen sehr wohl.

If the ship's own measurement shows a relevant discrepancy against the bunker delivery note, that discrepancy should be recorded before the note is signed – as a handwritten reservation or as an attachment countersigned by both sides. An unqualified signature significantly weakens the later position, even if the ship's measurement was objectively correct.

After delivery, the discrepancy should also be recorded in a separate log capturing the basis for the ship's measurement, the sounding tables or mass flow figures used, and the specific discrepancy in both percentage and absolute quantity. This log forms the basis for a later formal claim against the supplier.

If discrepancies recur with a particular supplier or in a particular port across several deliveries, that pattern should be documented and raised in negotiations over future supply contracts. A single incident is rarely leverage; a systematic pattern across multiple bunkerings is.

Eskalationsweg, wenn sich Lieferant und Schiff nicht einigenThe escalation path when ship and supplier cannot agree

Lässt sich eine Mengendifferenz nicht direkt zwischen Schiff und Lieferant klären, sollte der Eskalationsweg vorab feststehen, statt ihn im akuten Streitfall zu improvisieren. Üblich ist eine gestufte Eskalation: zunächst die formelle schriftliche Beanstandung mit Verweis auf die Dokumentation, dann die Einschaltung einer unabhängigen Prüfstelle zur Auswertung der vorliegenden Messdaten, erst danach – falls überhaupt nötig – eine formelle Streitbeilegung nach der im Vertrag vereinbarten Klausel.

Reeder mit systematischer Vertragssteuerung definieren vorab, ab welcher Größenordnung eine Differenz diesen Eskalationsweg auslöst, und wer an Bord und an Land für welchen Schritt verantwortlich ist. Ohne diese Vorabklärung bleiben kleinere und mittlere Differenzen häufig unbearbeitet liegen, weil unklar ist, wer zuständig ist, und die Frist für eine förmliche Beanstandung inzwischen verstrichen ist.

When a quantity discrepancy cannot be resolved directly between ship and supplier, the escalation path should be fixed in advance rather than improvised in the heat of a dispute. A staged approach is typical: first a formal written claim referencing the documentation, then engaging an independent body to review the measurement data on file, and only after that – if needed at all – formal dispute resolution under the clause agreed in the contract.

Owners with systematic contract management define in advance the threshold at which a discrepancy triggers this escalation path, and who on board and ashore is responsible for each step. Without that groundwork, smaller and mid-sized discrepancies often go unaddressed simply because responsibility is unclear, and by the time it is sorted out the deadline for a formal claim has already passed.

Häufig gestellte FragenFAQ

Ist ein Mass Flow Meter immer genauer als eine Tankpeilung?Is a mass flow meter always more accurate than a tank sounding?
In der Regel ja, weil es direkt am Übergabepunkt den Massenstrom misst und weniger von Trimm, Krängung oder Tankgeometrie abhängt. Es muss aber kalibriert und regelmäßig geprüft sein; ohne Kalibrierungsnachweis ist auch seine Genauigkeit nicht garantiert.Generally yes, because it measures mass flow directly at the transfer point and depends less on trim, heel or tank geometry. It still needs regular calibration; without a calibration record, its accuracy is not guaranteed either.
Wie groß darf eine Bunker-Mengendifferenz sein, ohne dass sie auffällt?How large can a bunker quantity discrepancy be before it should raise concern?
Das hängt von der vertraglich vereinbarten Toleranzschwelle ab. Ohne eine solche Schwelle bleibt jede Differenz Ermessenssache, weshalb kleinere Abweichungen häufig unbeanstandet bleiben, obwohl sie sich über viele Bunkerungen im Jahr summieren.That depends on the tolerance threshold set in the contract. Without one, every discrepancy is a matter of judgment, and smaller gaps often go unclaimed even though they add up across a year of bunkerings.
Wann lohnt sich ein unabhängiger Bunker Surveyor?When is an independent bunker surveyor worth the cost?
Vor allem bei großen Mengen, bei neuen oder wenig bekannten Lieferanten, in Häfen mit bekannt hoher Streitquote und wenn frühere Bunkerungen bei diesem Lieferanten bereits auffällig waren. Ein pauschaler Einsatz bei jeder oder gar keiner Bunkerung nutzt das Budget selten optimal.Mainly for large quantities, new or little-known suppliers, ports with a known high rate of disputes, and when prior deliveries from a given supplier have already been questionable. Deploying one for every bunkering, or none, rarely uses the budget optimally.
Was bedeutet der Übergabezeitpunkt für eine Mengenstreitigkeit?Why does the transfer point matter for a quantity dispute?
Er legt fest, ab wann Verantwortung und Risiko für den Kraftstoff formal auf das Schiff übergehen, und damit, welche Messung im Streitfall maßgeblich ist. Eine klare vertragliche Definition, etwa am Flansch des Schiffsmanifolds, verhindert spätere Auseinandersetzungen darüber.It determines when responsibility and risk for the fuel formally pass to the ship, and therefore which measurement governs in a dispute. A clear contractual definition, such as the flange at the ship's manifold, prevents later arguments over whose measurement counts.
Was tun, wenn die Bordmessung von der Bunker Delivery Note abweicht?What should be done if the ship's measurement differs from the delivery note?
Die Differenz sollte vor der Unterschrift als Vorbehalt vermerkt oder in einer gegengezeichneten Anlage festgehalten werden. Eine unkommentierte Unterschrift wird im Streitfall oft als Bestätigung der Angaben auf der Note gewertet.The discrepancy should be recorded as a reservation before signing, or captured in a countersigned attachment. An unqualified signature is often treated in a dispute as confirming the note's figures.
Wer trägt die Kosten einer zusätzlichen unabhängigen Messung im Streitfall?Who pays for an additional independent measurement in a dispute?
Das sollte der Vertrag regeln. Eine übliche Lösung ist, dass die unterliegende Partei die Kosten trägt, was beide Seiten dazu anhält, eine zusätzliche Messung nur bei begründetem Verdacht zu verlangen.The contract should specify this. A common solution has the losing party bear the cost, which discourages either side from demanding extra measurement without a reasonable basis.
Was ist der erste Schritt im Eskalationsweg bei einer Mengenstreitigkeit?What is the first step in the escalation path for a quantity dispute?
Eine formelle schriftliche Beanstandung mit Verweis auf die vorhandene Dokumentation, bevor eine unabhängige Prüfstelle oder eine formelle Streitbeilegung nach der Vertragsklausel eingeschaltet wird.A formal written claim referencing the existing documentation, before an independent review body or formal dispute resolution under the contract clause is engaged.

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